"Brasscussion"

Brasscussion ist das neueste Projekt von Reinhard Toriser und erlebte sein Debüt bei der Greifswalder Bachwoche 2008. Unter der Leitung von Reinhard Toriser musiziert ein großes Ensemble mit 10 Schlagzeugern und 8 Blechbläsern, unter anderen Blechbläser aus dem Austrian Brass Ensemble HoViHoLoHoff. Ein extravagantes Konzert mit einem farbenreichen und sehr gemischten Programm, das sich sowohl im Freien, in einer Kirche, als auch an jedem anderen Ort aufführen lässt. Cajons und afrikanischer Sprechgesang erklingen ebenso wie weltberühmte, festliche Fanfaren von Paul Dukas und Aaron Copland. Sechs Marimbaphone versetzen mittels Minimalmusic-Patterns die Zuhörer in einen „Schwebezustand“. Einige Werke des Abends sind auch szenisch umgesetzt, wie zum Beispiel „Fata Morgana“. Und dann das jazzige Haupt-Werk des Konzertes „Brasscussion“ von Andreas Neri.
Er selbst schreibt über sein Werk:”… In diesem Werk möchte man sich anfänglich in einem unendlichen Crescendo wieder finden, dass in einer Fanfare mündet, die den Einzug der Gladiatoren im alten Rom  anzukündigen scheint. Neben einem riesen Aufgebot an Schlaginstrumenten beherrscht ein satter Satz von Posaunen und Trompeten die Szene. Jedoch wird der Zuhörer einer unerwarteten Zeitreise ausgesetzt, sodass es ihn in den modernen Bigbandsound der Gegenwart zu beamen scheint. Ein Thema mit diversen Variationen, mächtig vom Blech vorgetragen und von den Schlaginstrumenten kopiert, bestimmt das Zentrum der Musik dieses Werkes. In der ungefähren Mitte entspannt sich der große Bogen durch abwechselnde Improvisationen einzelner Solisten, bis er sich am Ende eines Drumsetduells wie im freien Fall durch die Zeit aufzulösen scheint. Zurück bei den Gladiatoren und mitten im Getümmel, erklingt das Anfangsthema und führt schließlich zu einem fulminanten Finale.“
Ein außergewöhnliches und mitreißendes Konzert, das dem Zuhörer in der erweiterten Kombination von Pauken und Trompeten eine Klangkombination vorstellt, die seit  der Bibel zur Verherrlichung und als Insignien des weltlichen Königtums verwendet wurden.